POSTURBAN
Kunst und Leben
nach der
Stadt


FLORIDA

Beiträge für das Leben nach der Stadt.
Der posturbane Reader! Texte! Kostenlos!
HIER!






MATERIAL

»Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll:
Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung, Warmwasserleitung.
Gemütlich bin ich selbst.« Karl Kraus




Texte



Stadt und Kultur im 19. Jahrhundert

E. A. Poe: The Man of the Crowd
Hier zwei unterschiedliche deutsche Übersetzungen davon: xxx und xxx.

Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England
Daraus: Die großen Städte xxx.



Stadt und Kultur im 20. Jahrhundert


Max Weber: Die Stadt xxx.

Georg Simmel: Die Grosstädte und das Geistesleben (1903)
xxx.

Georg Simmel: Der Begriff und die Tragödie der Kultur (1911) xxx.

Walter Benjamin: Passagen-Werk xxx.

Walter Benjamin: Einbahnstraße; das PDF ist vom Original erstellt: xxx.
Cover dazu (von Sasha Stone) xxx.

Martha Muchow: Der Lebensraum des Großstadtkindes xxx.

Louis Wirth: Urbanism as a Way of Life (1938) xxx.



Situationisten

Allgemein: xxx.

Elementarprogramm des Büros für einen Unitären Urbanismus: xxx.

Definitionen: xxx.

Theorie des Umherschweifens: xxx.



Die Kultur der Angst und die Stadt der Kontrollgesellschaft

Gilles Deleuze, Postskriptum über die Kontrollgesellschaften xxx bzw. xxx.

Mike Davis, The City of Quartz. (Ein Artikel dazu: xxx.)


Einige Videobeiträge dazu:

Saskia Sassen: (Vortrag, Englisch), (Vortrag, Englisch), (Statement, Spanisch).

Richard Sennett & Saskia Sassen: (Vortrag, Englisch).

Richard Sennett: (Spaziergang, Englisch).



Filme

Berlin - Die Sinfonie der Grosstadt (Walter Ruttmann)
Ganzer Film: xxx.
Ausschnitt:
xxx.

Dynamik der Grosstadt (Moholy-Nagy / Schroeter und Berger)
Ausschnitt:
xxx.


Video-Clips

(Flanieren, Umherschweifen, Gehen, Wandern, Schlendern etc. in der Stadt)

Shaft
xxx.

Saturday Night Fever
xxx.

Cinderella 80
xxx.

Bruce Springsteen - Streets Of Philadelphia
xxx.

Wild Style Coldcrush Brothers vs Fantastic Freaks
xxx.

Massive Attack - Unfinished Sympathy
xxx.

The Verve - Bitter Sweet Symphony
xxx.

Avril Lavigne - Get Over It
xxx.

Unkle - Rabbit In Your Headlights (Jonathan Glazer)
xxx.

Justice - Stress (Romain Gavras)
xxx.

Dj Mehdi - Signatune (T. Bangalter Edit) (Romain Gavras)
xxx.


Bonus

Esperanza Spalding - Black Gold
xxx.

Aphex Twin - Window Licker
xxx.











MAKNETE GOES SIDEWALK
| 12. Juni bis 11. Juli 2010 | Wilhelmsburg


»Jede der Veranstaltungen, die besonders und doch Teil der großstädtischen
Routine ist - ein Jahrmarkt, ein Schneefall, ein Staatsbesuch, eine Gartenschau -,
kann zu einem völligen Chaos führen.«
Ruth Glass (1964)


Urbanität heißt nicht mehr, und sei es auch als naive Vision, die unbedingte Verbesserung des Lebensverhältnisse aller Menschen in der Stadt. Die Aufwertungsprozesse, gleich ob sie die Umstrukturierung ganzer Städte (Haussmannisierung von Paris), den Neubau von Stadtteilen (HafenCity) oder Gentrifizierungsmaßnahmen (Wilhelmsburg) betreffen, bedeuten faktisch immer eine negative Veränderung der Lebensbedingungen großer Bevölkerungsgruppen. An der Entwicklung der urbanen Gesellschaften von der Moderne über die Postmoderne bis heute kristallisiert sich die paradoxe Dynamik von Integration und Desintegration in die Gesellschaft, die heute von der Stadtsoziologie als Problem von Inklusion und Exklusion diskutiert wird. Der »urban Lifestyle« ist mithin kaum noch eine positive Bezugsgröße, vielmehr verlieren sich die Lebensweisen in den gegenwärtigen Städten in Monotonie, Unverbindlichkeit, Gleichgültigkeit und Trostlosigkeit, stagnieren die Versuche, es sich irgendwie besser einzurichten, im Kitsch und in der Banalität. Aber stimmt das? Welche Entwürfe und Potenziale gibt es im Leben nach der Stadt, wie muss eine Kritik des Alltags in einer posturbanen Gesellschaft formuliert werden? Und wozu? Schließlich: Welche Funktion haben dabei die Kunst beziehungsweise die Formen künstlerischer Praxis? Welche Verbindungen gibt es zwischen den Künsten untereinander (bildende Kunst, Architektur, Literatur, Film, Musik etc.) und zu den (post)urbanen Lebensweisen?

Wir haben Künstlerinnen, Architekten, Kamerafrauen, Designer, Theoretikerinnen und andere Stadtmenschen eingeladen, um gemeinsam zu versuchen, neue Perspektiven und Positionen auf das Leben in der Stadt und schließlich nach der Stadt einzunehmen. Wir erklären den schlimmsten Tag der Woche, der symbolisch mit dem Beginn der Arbeit besetzt ist, zum Feiertag, zeigen Filme und diskutieren Vorträge, Texte, und Kunstprojekte und andere Entwürfe eines posturbanen Lebens.

Kontakt / Posturban: / Maknete:







Workshops
»In der Stadt langweilen wir uns - einen Sonnentempel gibt es nicht mehr.«



Strategien des posturbanen Lebens 1
Samstag, 19. Juni 2010, bis Montag, 21. Juni 2010.
Jeweils 14:00 bis 19:00 Uhr, mit Pause.

Über die Hälfte der Menschheit lebt heute in Städten. Doch die Städte sind keine Städte mehr. Sie expandieren und implodieren, wachsen und schrumpfen zugleich. Raum und Zeit sind vollständig der ökonomischen Logik unterworfen, das Leben von einer technologischen Rationalität bestimmt, die sich bis in die beiläufigsten Alltagshandlungen hinein druchgesetzt hat.
Mit Fimen, Texten, Diskussionen und Exkursionen soll der Frage nachgegangen werden, wo eigentlich die radikalen Utopien geblieben sind, die Gegenstadt, die Antistadt. Einige sagen: »Die Stadt gehört uns« - aber wollen wir die Stadt überhaupt?
Das führt zu weiteren Fragen: Nicht nur Was wissen wir über die Stadt? oder »unsere« Stadt? (und es war niemals »unsere« Stadt), sondern: Was wollen wir überhaupt von der Stadt wissen, in der wir leben? Und was wissen wir von der Stadt, in der wir leben wollen?




Strategien des posturbanen Lebens 2
Samstag, 3. Juli 2010, bis Montag, 5. Juli 2010.
Jeweils 14:00 bis 19:00 Uhr, mit Pause.

Mit Silke Kapp (Fakultät für Architektur, UFMG, Belo Horizonte, Brasilien) zum Thema Favelas, kreative Ghettos, Armut und Reichtum der posturbanen Architektur.
Material:











Sidewalk Mondays

Film & Vortrag & Feiern.

»I don't like Mondays / I want to shoot / The whole day down.«
The Boomtown Rats, »I Don't Like Mondays«


Ort: Die Schute von Maknete e.V. - Veringkanal hinter der Honigfabrik, Industriestraße 125, 21107 Hamburg

Termine:

Montag, 14. Juni 2010, 19 Uhr
Sidewalk Miracle - Thomas Baldischwyler zeigt Vittorio de Sicas »Miracolo A Milano« (1951, 100 min, Italienisch mit englischem Untertitel)

Montag, 21. Juni 2010, 19 Uhr
Die Stadtforscherinnen Katrin Klitzke und Katja Heinecke sprechen über das Verständnis von Urbanität und Teilhabe an künstlerischen Prozessen, am Beispiel der »Eichbaumoper«, die im Juni 2009 in der Essener U-Bahn uraufgeführt wurde.

Montag, 28. Juni 2010, 19 Uhr
Tautological - Erich Pick zeigt Materialien für die geplanten Videoinstallation »Tautological«, in der Entwürfe des Architekten Bruno Taut zu einer sozial-utopischen Architektur und Stadtentwicklung mit aktuellen Prozessen der Stadt Istanbul verbunden werden.

Montag, 5. Juli 2010, 19 Uhr
Skype Konferenz mit Kerstin Niemann: Detroit als Paradigma für urbanen Wandel am Beispiel der Moran Street Gemeinde.







Maknete Handapparat: 01 Stadt

Als Ergänzung zu den Workshops und Vorträgen von »Posturban. Kunst und Leben nach der Stadt« bietet der »Handapparat: 01 Stadt« eine Möglichkeit, sich ausführlicher mit Literatur zum Themenkomplex zu beschäftigen. Er umfasst eine Zusammenstellung von Büchern unterschiedlichster Genres - wissenschaftliche Publikationen, Populärwissenschaftliches, Kinderbücher, Zeitschriften und Projektbeschreibungen -, die auf der Schute eingesehen und gelesen werden können.
Öffentlich zugänglich sind die Bücher parallel zum Projektzeitraum an den jeweiligen Sidewalk Mondays: 14./21./28. Juni & 05. Juli zwischen 16:00 und 19:00 Uhr.

Der »Handapparat: 01 Stadt« wurde ermöglicht durch großzügige Buchspenden der Verlage Hatje Cantz und jovis.

Auch über die Projektdauer hinaus ist der Literaturbestand von Maknete recherchierbar und kann auf Anfrage eingesehen werden.

HIER!













[MAKNETE]